Kommune

Forschung in der Stadt Jülich erlebbar machen

Nachbarschaftsdialog fördert Einblicke in die Forschung

Das Forschungszentrum ist durch die Entwicklung und Betreuung von Dialogformaten wie dem „Jülicher Nachbarschaftsdialog“ im regelmäßigen Austausch mit der Stadt Jülich und wichtigen Jülicher Interessensgruppen. Seit Mitte 2015 arbeiten darüber lokale Akteure aus Verwaltung, Handel, Handwerk, Industrie, Schule und Wissenschaft unter dem Leitgedanken „Gemeinsam die Zukunft für die Region Jülich gestalten“ zusammen. Über den Nachbarschaftsdialog bietet das Forschungszentrum somit institutionalisierte Formen von Wissenstransfer an. In mehreren Arbeitsgruppen widmen sich die Teilnehmer Projektideen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Leben und Arbeiten in Jülich. Durch diese Projektideen soll Wissenschaft lebendig vermittelt und Forschung in der Region sichtbarer werden.

Mit dem Projekt „Abenteuer Wissen“ soll zum Familienfreizeitvergnügen im Jülicher Brückenkopf-Park zwischen Zoo und historischem Festungsbau ein spielerischen Forschungs-Erlebnis-Parcours entstehen, in dem Kinder „Open-Air“ experimentieren können. Gleichzeitig ist das Ziel, die „moderne Forschungsstadt“ sichtbar und Forschung erlebbar zu machen, welches ein Zentrales Anliegen des Nachbarschaftsdialogs ist. Durch die geplante neue Attraktion sollen Kinder und Jugendliche für Forschungsthemen begeistert werden und ihre Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene geweckt werden. Dafür bringt das Forschungszentrum Jülich Themen der Forschung zu Energie, Biologie und Information ein. Ergänzend bietet entlang der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030 der UN) das Themenspektrum einen anschaulichen Überblick über die Lösungsansätze des Forschungszentrums bei drängenden gesellschaftlichen Fragen unserer Zukunft wie zum Beispiel Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel oder gesunder Ernährung. In verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeitsziele sind auch die Themenschwerpunkte des Forschungszentrums (Information und Energie, Bioökonomie) adressiert.

(v.l.) Bernd Cremer (Lehrer Gymnasium Zitadelle), Prof. Markus Büscher (Forschungszentrum Jülich), Dr. Edith Körver (Schulleiterin Gymnasium Zitadelle), Karsten Beneke (Vorstand
Forschungszentrum Jülich), Ina Keutmann (JuLab), Angela Ertz (JuLab)

In einer weiteren engen didaktischen Zusammenarbeit zwischen den Fachlehrern des Gymnasiums Zitadelle, dem JuLab und einem Jülicher Doktoranden im Rahmen des Projekts „JuPilot“ erarbeiteten neue Formate und Verknüpfungen zwischen Unterricht und den Angeboten des Schülerlabors. Die Schülerinnen und Schüler erhalten damit die Grundlagen dafür, sich intensiv mit den Themen Energiewende und Strukturwandel zu beschäftigen und damit auch an ihrer Zukunft mitzuarbeiten.
Das Programm der Kooperation besteht zum einen aus dem Besuch verschiedener
Experimentiertage im JuLab in den Bereichen Physik – zum Beispiel zum Thema Brennstoffzelle – und Biologie (Biotechnologie und Bioökonomie) sowie aus entsprechenden Institutsexkursionen.