Attraktiver Arbeitsplatz

Aus- und Weiterbildung im Forschungszentrum Jülich

Bereits seit seiner Gründung betreibt das Forschungszentrum Jülich die Nachwuchsförderung mit einer Vielzahl von dezentralen Maßnahmen und Instrumenten. Adressiert werden hierbei Talente entlang der gesamten Bildungskette. Das Engagement zielt nicht nur auf akademische, sondern auch auf nicht-akademische Nachwuchskräfte.

Mit dem 2013 gestarteten Gesamtkonzept „juelich_horizons“ sollen die Aktivitäten auf diesem Gebiet weiter verbessert und zusammengeführt werden. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 97 Auszubildende eingestellt. Davon entfallen ca. 41 % auf die Doppelqualifikation zur IHK-Fachkraft und zum Bachelor.

Das Forschungszentrum Jülich bietet in den verschiedensten Berufsgruppen Ausbildungen, teilweise auch als duales Studium, an.

Auszubildende 2017

  • 27 Laborantenberufe, davon 6 als duales Studium
  • 7 Elektroberufe
  • 12 metallbearbeitende Berufe, davon 2 als duales Studium
  • 12 kaufmännische Berufe, davon 3 als duales Studium
  • 28 math.-techn. Software-Entwickler, alle als duales Studium
  • 11 sonstige Berufe

Das macht insgesamt 97 Azubis, davon 39 auf dem Weg zur Doppelqualifikation.

 

Einen besonderen Beitrag für die Region leistet die Berufsausbildung im Forschungszentrum Jülich in Form der Ausbildungsinitiative Naturwissenschaft und Technik. Kleinere und mittelständische Unternehmen werden hierbei in ihren Ausbildungsbemühungen unterstützt.

Für einige dieser Unternehmen wird Berufsausbildung durch einen Verbund mit dem Forschungszentrum erst ermöglicht. Auszubildende aus insgesamt 38 Partnerfirmen in unterschiedlichsten Berufsbildern und dualen Studiengängen können so zunehmend ihre Grundausbildung, spezielle Fachkurse sowie Prüfungsvorbereitungen durchführen.

Im Jahr 2017 konnten insgesamt 105 Auszubildende in 18 unterschiedlichen Berufsbildern ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen. Im Durchschnitt erreichten die Absolventen und Absolventinnen 81,1 Punkte (von 100) in den Abschlussprüfungen. Von den 105 Absolventen erreichten 18 ein sehr gutes Ergebnis, 54 Auszubildende schlossen ihre Prüfung mit der Note „gut“ ab. 24 von ihnen konnten ihre Ausbildung wegen ihrer herausragenden Leistungen um ein halbes Jahr verkürzen.

Wesentlich für die Qualität der Berufsausbildung ist die Qualität der Ausbildung des Ausbildungspersonals. Seit 2013 gibt es ein Entwicklungsprogramm für Ausbildungsbeauftragte sowie für Ausbilderinnen und Ausbilder.

Dieses siebenmodulige Programm wird stark nachgefragt und vermittelt neben Kenntnissen der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) auch interne Vorgehensweisen, das Verhalten gegenüber Auszubildenden in schwierigen Situationen, die Beurteilungssystematik und die Durchführung von Beurteilungsgesprächen.

Auch werden neuere Methoden der Wissensvermittlung angesprochen. Die in den Modulen behandelten Themen führen zu einer Sensibilisierung der Ausbilderinnen und Ausbilder und können so helfen, Konflikte zu vermeiden.


Erfahren Sie hier noch mehr zur Nachwuchsförderung des Forschungszentrum Jülich.

Die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist neben der Nachwuchsförderung das zweite Standbein, mit dem das Forschungszentrum die Generierung von Exzellenz vorantreibt. Verantwortlich für die forschungsinternen Trainingsmaßnahmen ist der Fachbereich Personalentwicklung und Recruiting.

 

Das jährlich erscheinende Trainingsprogramm beruht auf den Rückmeldungen der einzelnen Organisationseinheiten. Die Qualifizierung erfolgt so besonders zielgerichtet und effizient, da sie auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt ist. Die angebotenen Trainings umfassen ein breites Spektrum: Neben klassischen EDV- und Sprachkursen sowie Seminaren zu Fachthemen aller Art bietet der Fachbereich Personalentwicklung und Recruiting eine große Bandbreite an Maßnahmen zur Qualifizierung im Gebiet der überfachlichen Kompetenzen. Darüber hinaus werden Programme für definierte Zielgruppen angeboten; Doktorandenprogramme oder Entwicklungsprogramme für Führungskräfte, bereichsspezifische Trainings wie Teamentwicklungsmaßnahmen für ganze Organisationseinheiten oder auch Coachings für Führungskräfte.

Speziell für Frauen wird ein vielfältiges Qualifizierungsangebot organisiert. Seit Frühjahr 2016 wird das Mentoringprogramm TANDEMplus unter dem Dach der „Jülich Aachen Research Alliance“ (JARA) in Kooperation mit der RWTH Aachen erfolgreich durchgeführt. TANDEMplus zielt darauf ab, hochqualifizierte Postdoktorandinnen mit natur- und/oder ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund mittel- und langfristig für eine Wissenschaftskarriere zu gewinnen und sie auf dem Weg dorthin gezielt zu begleiten. TANDEMplus leistet so einen Beitrag zur Erreichung der Selbstverpflichtungsquoten, im Durchgang 2016/17 nehmen drei Teilnehmerinnen aus dem Forschungszentrum Jülich teil. Das einjährige Programm begleitet die Teilnehmerinnen bei ihrer Karriereentwicklung mit einer Kombination aus Training, Networking und Mentoring.

 

Bei zentralen Veranstaltungen, Konferenzen und Tagungen organisiert das Büro für Chancengleichheit eine Kinderbetreuung auf dem Campus, die Mitarbeitenden kostenfrei zur Verfügung steht. Zudem werden Mitarbeitende unterstützt, die kurzfristig oder in Einzelfällen eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, z.B. um die Teilnahme an Weiterbildungen zu ermöglichen oder etwa wenn die Regelbetreuung wegen Erkrankung oder Streik kurzfristig ausfällt.