Zukunftscampus

Verantwortung tragen und den Wandel koordinieren

Nachhaltigkeit bedeutet für das Forschungszentrum Jülich, in der Forschung und in der täglichen Arbeitspraxis ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen. Forschen für die Nachhaltigkeit – also an konkreten Problemen einer nachhaltigen Entwicklung arbeiten, um wissensbasiert Handlungsoptionen für die Gesellschaft im Umgang mit diesen Problemen verfügbar zu machen – sowie Forschen mit Nachhaltigkeit – folglich Themen mit Kontinuität anzugehen und nachhaltiges und damit ressourceneffizientes Forschen sind die Ziele, die in Jülich verwirklicht werden.

Mit der Stabsstelle ZukunftsCampus existiert seit Juli 2012 am Forschungszentrum Jülich ein zentraler Ort, an dem alle Nachhaltigkeitsthemen zusammenlaufen. Damit übernimmt das Forschungszentrum einerseits durch die Forschungsergebnisse, andererseits als Organisation die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.

Bedingt durch die Forschungsschwerpunkte des Forschungszentrums (Energie, Information und Bioökonomie) ist das Zentrum in besonderer Weise geeignet, zur Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft einen Beitrag zu leisten. Die Stabsstelle ZukunftsCampus koordiniert und initiiert Aktivitäten, die für den Prozess einer nachhaltigen Entwicklung notwendig sind. Dabei erfolgt das Nachhaltigkeitsmanagement auf Basis der Handreichung „LeNa“ sowie den globalen Nachhaltigkeitszielen (Agenda 2030/SDG) und der Nachhaltigkeitsstrategie von Bund und Ländern.

 

Das Forschungszentrum Jülich nimmt außerdem als Anwender des Deutschen Nachhaltigkeitskodex eine Vorreiterrolle innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft ein. In der Entsprechenserklärung wird zu 20 Kriterien aus den Bereichen Strategie, Prozesse, Umwelt und Gesellschaft berichtet. Als Anwender des DNK tritt das Forschungszentrum Jülich zusätzlich als Mentor für diesen auf und stellt seine Erfahrungen bei der Anwendung anderen zur Verfügung.

Wir haben es hier mit komplexen gesellschaftlichen Fragestellungen zu tun, die gemeinsam vor Ort zu lösen sind.

Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin Region Aachen - Zweckverband

Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Region Aachen

Die Region steht vor weitreichenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen. Hier sieht die Gesellschaft die Forschung zunehmend in der Rolle, klare Handlungsoptionen für den Umgang mit den drängenden Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung zu formulieren. Insbesondere in unserer Region stehen wir vor der gemeinsamen Herausforderung des Strukturwandels durch den Braunkohleausstieg. Wir haben es hier mit komplexen gesellschaftlichen Fragestellungen zu tun, die gemeinsam vor Ort zu lösen sind. Hierzu gehören nachhaltige wissenschaftliche Lösungen, die ihren Weg in die Anwendung zum Nutzen der Menschen und der regionalen Wirtschaft finden. Dies gilt sowohl für die aktive Gestaltung der Energiewende als auch für den Wandel unserer Gesellschaft weg von fossilen Ressourcen.

Dass hierbei das Forschungszentrum Jülich eine verantwortungsvolle Rolle übernimmt ist ein Glücksfall für die Region. So wird durch die Arbeit des Zukunftscampus Jülich – auch auf Basis des vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht – der Austausch mit der Öffentlichkeit und ein gemeinschaftlicher Diskurs ermöglicht, der in der Region Aachen gerade zum jetzigen Zeitpunkt wichtiger ist als je zuvor.

Ich wünsche mir, dass wir vom Zukunftscampus des Forschungszentrums Jülich angestoßene Formate zum transdisziplinären Wissenstransfer, die wir als Region Aachen mitveranstalten konnten, weiter ausbauen, um gemeinsam mit dem politischen regionalen Akteuren, den Forschungseinrichtungen und den Menschen der Region in einem Dialogprozess unsere wichtigen Zukunftsfragen gemeinsam lösen.

 

Prof. Dr. Christiane Vaeßen

Geschäftsführerin Region Aachen – Zweckverband