Verbindung Helmholtz

Helmholtz-Gemeinschaft – 1. Sustainability Summit

Verschiedene Expertinnen und Experten aus der Helmholtz-Gemeinschaft diskutierten auf breiter Basis mit den Teilnehmenden bei vielfältigen Interaktionsformaten das nachhaltige Forschen und Arbeiten.

Beim ersten Helmholtz-Nachhaltigkeitsgipfel am 28. und 29. November 2019 in Berlin-Buch nahmen zirka 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedenen Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft teil. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Forum Nachhaltigkeit der Helmholtz-Gemeinschaft. Der erste Helmholtz Sustainability Summit fand als klimafreundliche Veranstaltung statt, bei der die durch Anreise und das Catering entstandenen CO2-Emissionen kompensiert wurden. Inhaltlich konzentrierte sich Helmholtz-weite Summit auf den Forschungsprozess und beleuchtete Fragestellungen beispielsweise zum Betrieb von Forschungsinfrastrukturen, nachhaltige Gebäudeplanung, Langlebigkeit von Forschungsgeräten und nicht zuletzt auch die nachhaltige Entwicklung der Forschungszentren in der Helmholtz-Gemeinschaft. Verschiedene Expertinnen und Experten aus der Helmholtz-Gemeinschaft diskutierten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei vielfältigen Interaktionsformaten das Forschen und Arbeiten mit Nachhaltigkeitsanspruch auf breiter Basis. In den zahlreichen Workshops wurden verschiedene Themen zu den fünf Funktionsbereichen der LeNa-Handreichung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutiert. Dort ging es unter anderem um „Unser CO2-Fußabdruck: Arbeiten und Verantwortung“ oder „Klimaschutz durch Energie- und CO2-Reduzierung in zwei Helmholtz-Zentren“. Ebenso wurden Wissenschaftsprojekte wie Reallabore „Das Reallabor als Werkzeug für Wissensdialog und transformative Nachhaltigkeitsforschung“ oder „Klimaneutrale Helmholtz-Gemeinschaft – Forschung trifft Praxis“ fokussiert. Der Summit diente als Ideenaustausch und zur Formulierung von Zielen mit der Mitarbeiterschaft, welche das Forschen und Arbeiten in der Helmholtz-Gemeinschaft mit Nachhaltigkeitsanspruch vorantreiben. Während der Veranstaltung zeigte sich eine sehr starke Forderung zu mehr Nachhaltigkeit, die von den Beschäftigten der Helmholtz-Zentren ausging. Daraus resultierte die Formulierung, dass die Helmholtz-Gemeinschaft sich zusätzlich zum Anspruch für Nachhaltigkeit zu forschen, auch selbst nachhaltig arbeiten und handeln muss.

Als ein Thema bei den Workshops am Sustainability Summit wurde über die Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen diskutiert. Dabei ist natürlich der klassische Ansatz zur Verwertung der Forschungsergebnisse zu sehen. Darüber hinaus kann die Forschung auch einen Mehrwert für die Gesellschaft bringen und Wege für einen ergänzenden Wissenstransfer eingeschlagen werden. Das heißt, Forschende sollten sich mit folgender Frage befassen „Was geschieht mit meinen Ergebnissen?“, muss quasi im Hinterkopf der Forschenden mitschwingen. Einige Instrumente gehen bereits in diese Richtung, zum Beispiel die Helmholtz Innovation Labs, in denen Forschende Lösungen in frühen Phasen mit Partnern aus der Industrie gemeinsam entwickeln. Diesen Dialog müsse man weiterentwickeln und systematisieren, so das Fazit.

 

Positive Eindrücke nahm unter anderem Thomas Hirth, Vize-Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), mit nach Hause. Im Radiointerview beim Deutschlandfunk (https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/11/29/sustainability_summit_helmholtz_gemeinschaft_mit_dlf_20191129_1644_21e00fcd.mp3) berichtete er, dass Nachhaltigkeit viele Facetten habe und der Transfer nachhaltiger Lösungen in die Gesellschaft gestärkt werden müsse.

Vom ersten Helmholtz-Nachhaltigkeitsgipfel ging eine Signalwirkung aus, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit an ihre Zentren tragen konnten: „Wir sind mit unseren Fragen und der Suche nach Lösungen nicht allein, Helmholtz ist groß. Das Thema Nachhaltigkeit bietet eine echte Chance, als Gemeinschaft weiter zusammenzuwachsen. Und Helmholtz hat das Potenzial, mit einer ehrgeizigen Strategie zum Vorreiter in der Wissenschaft und Vorbild für die Gesellschaft zu werden. Nutzen wir diese Chance.“