Förderprojekte

Regionale Förderprojekte als Beitrag zum Strukturwandel

Das Forschungszentrum Jülich gestaltet den Strukturwandel aktiv mit

Das Rheinische Revier ist eine Region im Wandel – weg von klimaschädlichen fossilen Energieträgern, hin zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten. Mit wissenschaftlicher Exzellenz trägt das Forschungszentrum Jülich dazu bei, Innovationen und marktreife Produkte zu entwickeln, neue Kooperationspartner in die Region zu ziehen und Arbeitsplätze zu schaffen. Gefördert aus dem Sofortprogramm der Bundesregierung für den Strukturwandel und gemeinsam mit regionalen Partnern aus Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden Vorhaben aus den drei Forschungsbereichen des Forschungszentrum Jülich entwickelt und umgesetzt. Mit dem Sofortprogramm werden erste Impulse für den Strukturwandel im Rheinischen Revier hin zu einer Modellregion für Energieversorgungs- und Ressourcensicherheit gesetzt. Die Fördermittel für die drei folgenden Projekte zahlen auf Projekte ein für eine CO2-freie, nachhaltige und lebensfreundliche Zukunft.

Im Bereich der Informationstechnologie wird das Projekt „Neuro-inspirierte Technologien der künstlichen Intelligenz für die Elektronik der Zukunft“ (NEUROTEC) mit 13 Millionen Euro gefördert mit dem Ziel das Gehirn als Vorbild für neuromorphe Computer zu nutzen. Dabei geht es darum die Erkenntnisse in neuartige Hardware umzusetzen und konkrete Anwendungen der Künstlichen Intelligenz zu ermöglichen. Im Bereich Energie wird durch das Forschungszentrum Jülich mit 20 Millionen Euro Fördermittel der „Inkubator für Nachhaltige Elektrochemische Wertschöpfung“ (iNEW) koordiniert. Mithilfe regenerativ erzeugten Stroms wird CO2 in der Co-Elektrolyse zum Grundstoff für die Chemieindustrie. iNEW ist eine offene Innovationsplattform, die Entwickler und Anwender der Technologien zusammenbringt und einen beschleunigten Transfer in die Praxis ermöglichen soll. Als drittes herauszustellendes Projekt aus dem Bereich der Bioökonomie soll das BioökonomieREVIER Rheinland als Modellregion für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft entstehen. 15 Innovationslabore sollen mithilfe der 25 Millionen Euro Fördermittel den schnellen Transfer neuer Verfahren von der Wissenschaft in die Wirtschaft ermöglichen. So soll es gelingen, regionale Stoffkreisläufe im Sinne einer nachhaltigen Wertschöpfungskette zu schließen und durch intelligente Verzahnung von Wirtschaft und Forschung neue Geschäftsmodelle in der Region zu etablieren.

Das BMBF fördert das Projekt iNEW mit 20 Millionen Euro. Bei der Bescheidübergabe: (v.l.) Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel, Prof. Rüdiger-A. Eichel, Projektleiter iNEW, und Prof. Matthias Wessling, Prorektor der RWTH Aachen.