Förderprojekte

Kooperationen

Das Forschungszentrum Jülich arbeitet mit zahlreichen Partnern im In- und Ausland eng zusammen. Im Jahr 2017 war das Forschungszentrum an 419 national geförderten Forschungsprojekten beteiligt; davon hatten 25 ein Vertragsvolumen von 2 Millionen Euro oder mehr. 149 Projekte wurden gemeinsam mit mehreren Partnern durchgeführt und 20 Verbünde wurden von Jülich koordiniert.

Auf EU-Ebene war das Forschungszentrum 2017 an 99 Projekten aus dem laufenden Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon 2020 beteiligt, davon 18, bei denen das Jülicher Vertragsvolumen jeweils mehr als 1 Million Euro betrug. 10 dieser EU-Vorhaben wurden von Jülich koordiniert, insgesamt koordiniert das Forschungszentrum 21 EU-Projekte. Aus dem vorausgehenden 7. Forschungsrahmenprogramm der EU erhielt das Forschungszentrum noch Fördermittel für 20 Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 14 Millionen Euro.

 

Das Forschungszentrum Jülich sieht sich in der glücklichen Lage, in der direkten Umgebung gleich mehrere exzellente Hochschulen als Kooperationspartner vorzufinden. Hervorzuheben sind hier die ABCD-Hochschulen in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf. Wie eng das Forschungszentrum mit den Universitäten zusammenarbeitet, lässt sich vor allem an der stetig steigenden Zahl gemeinsam berufener Jülicher Institutsleiter festmachen. Ende 2017 waren 133 der insgesamt 142 Professoren mit den rheinischen Hochschulpartnern berufen. Auf die JARA Kooperation bezogen gibt es 68 gemeinsame Berufungen.

Dieser Technologietransfer spiegelt sich in Ausgründungen, Kooperationen, Veröffentlichungen, Messeauftritten und vielen anderen Aspekten der täglichen Arbeit in Jülich wider. Deswegen bündelt und koordiniert das Forschungszentrum in seinem Geschäftsbereich Technologie-Transfer sämtliche Kompetenzen. In 2017 wurde der Bereich zur Unternehmensentwicklung überführt.

 

2017 wurden drei Ausgründungen erfolgreich gestartet. Die Precors GmbH will eine neuartige kohlenstoffbasierte Beschichtung von Bipolarplatten zur Anwendung in Energiespeichern und -wandlern auf den Markt bringen. Dadurch lassen sich z. B. das Volumen von Brennstoffzellen um bis zu 60 Prozent und das Gewicht um bis zu 80 Prozent reduzieren sowie die Kosten deutlich senken.

Die Priavoid GmbH plant mit Hilfe von Venture Capital die Durchführung der klinischen Studie Phase II für den ersten kausal wirksamen und oral verfügbaren Wirkstoffkandidaten gegen Alzheimersche Demenz. Die Is it fresh GmbH möchte die Verschwendung von Lebensmitteln mit Hilfe von intelligenten Verpackungen reduzieren. Die direkt in die Verpackung eingebauten elektrochemischen Sensoren liefern einen verlässlichen Frische-Status für das verpackte Produkt – in Echtzeit.

Dies geschieht dank neuartiger gedruckter Sensoren- und Tintentechnologie, die nur ein bis zwei Cent pro Verpackung kosten soll. Die drei Ausgründungen wurden in der Vorgründungsphase sowohl aus dem FZJ-eigenen TT-Fonds als auch mit Helmholtz-eigenen Fördermitteln wie dem Helmholtz-Validierungsfonds und Helmholtz Enterprise unterstützt. Das Team der jetzigen Precors GmbH wurde aus dem EXIST-Forschungstransfer gefördert.