Campusentwicklung

Aus Wasser Brot machen

Wasser als wertvolle Ressource schützen und schlau einsetzen

Brot aus Abwasser? Ja, das geht. Dabei wird gereinigtes, häusliches Wasser wiederaufbereitet. Die noch im Wasser enthaltenen Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat werden herausgefiltert. Dabei entstehen Algen, die wiederum in der Landwirtschaft als organischer Dünger verwendet werden. Das Prinzip wird dabei so einfach wie möglich gehalten, um die Anwendung in allen Regionen der Welt auch zur Verfügung stellen zu können. Ziel ist es eine Technologie schaffen, die überall anwendbar ist und die großen Probleme wie Wasser- und Nahrungsmangel bekämpft. Über die Algen, also Biomasse, können Pflanzen wie Weizen besser wachsen. So laufen am Ende zwei Handlungsstränge zusammen, die zu einem Projekt verschmelzen. Zum einen wird das sauberere Wasser wieder dem Wasserkreislauf zugeführt, zum anderen werden die aus dem Wasser gewonnenen Nährstoffe der Natur in einer nachhaltigen Form zurückgegeben. Das Prinzip und die Anlage konnten Besucherinnen und Besucher am Tag der Neugier in 2019 selbst erleben.

Der Umgang mit Wasser als wichtige und wertvolle Ressource wird beim Forschungszentrum vor allem durch den Gewässerschutzbeauftragten überwacht, der in der Umweltabteilung Wassertechnik angesiedelt ist. Das Forschungszentrum Jülich und andere Wasserversorger unterstützten zum Beispiel schon seit 1993 die landwirtschaftliche Beratungsaktivität der Kammer an der Kreisstelle Düren mit dem Ziel die Belange der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaftsbetriebe unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit und dem Aspekt der ordnungsgemäßen Landbewirtschaftung aufeinander abzustimmen. Durch eine verbesserte landwirtschaftliche Beratung können Boden und Gewässer als Bestandteile der Natur geschützt werden.
Konkret sind durch die Beratung folgende Problemlösungen anzustreben:

  1. Verringerung des Nährstoffeintrages in die Oberflächengewässer und das Grundwasser,
  2. Vermeidung des Eintrages von Pflanzenschutzmitteln und sonstiger, die Wasserqualität negativ beeinflussender Stoffe sowie trinkwasserhygienisch bedenklicher Mikroorganismen in die Oberflächengewässer und das Grundwasser,
  3. Vermeidung von erosiv wirkenden Bewirtschaftungsformen,
  4. Vermeidung der Anreicherung unerwünschter Stoffe in Böden und Verringerung ihrer Auswaschung.

Dem Forschungszentrum ist daran gelegen, dass nachteilige oder schädliche Veränderungen verhindert werden und die Gewässer und Böden so bewirtschaftet werden, dass den Interessen der Landwirtschaftsbetriebe und des Gewässerschutzes gerecht wird.