Campusentwicklung

Artenschutz

Campusentwicklung unter Beachtung der Biodiversität

Das Forschungszentrum Jülich ist als grüner Campus bekannt und von einer Waldfläche umgeben. Durch die Expansion der Gebäudefläche wurden jedoch in Teilbereichen Eingriffe in diese Grünflächen nötig, welches das Erscheinungsbild merklich geändert hat. Die im Jahr 2019 abgeschlossene artenschutzrechtliche Potentialabschätzung der Waldflächen des Forschungszentrum Jülich führt nun zu einem Umdenken. Diese Einschätzungen sind bei weiteren Eingriffen zu berücksichtigen und die Bauvorhaben entsprechend zu planen. Die Waldflächen wurden kartiert und entsprechend in Artenschutzrelevante Flächen, Holzungen sowie gestaltete Freiflächen kategorisiert. Der Artenschutz und die Flächeneffizienz werden bei den Entwicklungsmöglichkeiten im städtebaulichen Masterplan 2.0. betrachtet und eine Verdichtung bei der Campusentwicklung bevorzugt. Ziel ist eine effizientere Ausnutzung der zu Verfügung stehenden Fläche unter Wahrung artenschutzrelevanter Flächen.

 

Das Forschungszentrum ist umgeben von Waldgebieten, die dem Campus einen besonderen Charme verleihen. Dieses Bild soll unbedingt erhalten und weiter gestärkt werden. Neben ergänzenden Baumpflanzungen, wird auch der vorhandene Bestand geschützt. Bei Neubauprojekten sollen nach Möglichkeit keine zusammenhängenden Baumgruppen gefällt werden. Bereiche, die nicht für Hochbauprojekte geeignet sind, sollen bepflanzt werden. Beispielsweise durch die Umwandlung von Rasenflächen in Wiesen oder Staudenpflanzungen kann dies erreicht werden. Dazu hat neben den Verwaltungsgebäuden am Haupteingang und seinen Versuchsgewächshäusern hat das IBG-2 insgesamt rund 3000 m² Wiese umgepflügt und bienenfreundliche Pflanzen gesät. Verwendet wurde eine Mischung vorwiegend heimischer Arten, die Bienen, andere Insekten sowie Vögel anlocken soll. Auf die Weise soll die Biodiversität auf dem Campus gefördert werden. Die Arbeiten wurden von der Initiative „Vielfaltaktivist“ ausgeführt.