Aktuelle Einblicke in die Forschung

Forschung als Brückenbauer

Das Forschungszentrum arbeitet bereits seit 1995 mit Einrichtungen in Georgien zusammen. 2004 wurde die "Georgian-German Science Bridge (GGSB)" von Jülich mit initiiert. Inzwischen sind regelmäßige gemeinsame Workshops sowie Forschungsaufenthalte georgischer Wissenschaftler im Forschungszentrum feste Bestandteile der Zusammenarbeit.

Im Mai 2016 haben Georgien und das Forschungszentrum Jülich ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Die georgische Ministerin für Bildung und Wissenschaft, Tamar Sanikidze, und Prof. Sebastian M. Schmidt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums, unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung. Im August 2016 wurde schließlich in der georgischen Hauptstadt Tiflis das erste SMART-Lab für Teilchenphysik und ihren Anwendungen eröffnet.

Besuch der georgischen Ministerin für Bildung und Wissenschaft Tamar Sanikidze am Forschungszentrum Jülich zur Vertragsunterzeichnung gemeinsam mit dem jülicher Vorstandsmitglied Prof. Sebastian M. Schmidt.

SMART steht für „Science, Medicine, Applied Research and Technology“. Standorte des ersten Labors und weiterer SMART-Labs sind die Tbilisi State University (TSU) und die Georgian Technical University (GTU). Mit den neuen Forschungseinrichtungen wird den in Jülich ausgebildeten jungen georgischen Wissenschaftlern eine attraktive Rückkehroption in ihr Heimatland geboten. Zum einen soll so das erworbene Wissen weitergegeben, zum anderen die Kooperation mit Jülich weiter ausgebaut werden. Das georgische Ministerium für Bildung und Wissenschaft finanziert die SMART-Labs, aus Jülich kommen Geräte und Know-how.

Erstmals im September 2017 waren 22 Studierende von vier georgischen Universitäten im Rahmen der Herbstschule „QUALI-Start-Up Science Lectures“ zu Gast im Forschungszentrum Jülich; von Jülicher Seite sind fünf Institute beteiligt: IEK, INM, IKP, JCNS und ZEA. Zur selben Zeit wurde in Georgien an der Tbilisi State University (TSU) ein SMART-Lab zur Klimaforschung eröffnet. Eine Jülicher Delegation unter Leitung von Vorstandsmitglied Prof. Sebastian Schmidt war dazu nach Tiflis gereist.

MIPT Science Bridge

Bereits seit über zehn Jahren besteht eine rege Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Jülich und dem Moskauer Institut für Physik und Technologie (MIPT). Neuerdings vertritt Prof. Sebastian M. Schmid International Board des MIPT. Ihm gehören elf internationale Führungskräfte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Fachwelt an. Es verfolgt das Ziel, das Moskauer Institut zu einem internationalen Zentrum für Wissenschaft und Bildung weiterzuentwickeln.

MIPT, eine russische Eliteeinrichtung, und das deutsche Forschungszentrum bündeln schon seit 2006 ihre jeweiligen Stärken in Wissenschaft und Lehre. Nach einer Vertragsverlängerung in 2015 kam von beiden Partnern der Wunsch, die Kooperation weiter zu stabilisieren. Ergebnis ist die „MIPT Science Bridge“, die Mitte 2016 aus der Taufe gehoben wurde. Die gemeinsamen Forschungsthemen reichen von Life Science, Weiche Materie und Biophysik über die Festkörper- und Kernphysik bis hin zur Quantentechnologie. Die Berufung von Prof. Schmidt in das International Board ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer intensivierten Kollaboration der beiden Organisationen.


Mehr Informationen finden Sie hier: Science Bridge – Connecting People and Knowledge